Zeitschrift für Spiritualität und Transzendentale Psychologie 2011, 1 (3) /
Journal for Spirituality and Transcendental Psychology 2011, 1 (3)



Engel und anderes Geflügel

(Angels and other feathered beings)

Bernhard Wegener

 

Zusammenfassung

Das Ansehen der Engel ist heruntergekommen als kommerzielles Plagiat einer Kitsch-Kultur, nicht selten Made in China. Das Erschrecken vor dem Engel (Lk 1,12; 1,29), die Befolgung der durch den Engel übermittelten Befehle (Mt 1,24; 2,13) sind einer süßen Schmuseharmonie gewichen. Die Anrede „Mein Engel“ würde in geschichtlicher Perspektive einen geschlechtlosen Geist bezeichnen, was ebenso wenig im kritischen Bewusstsein ist, wie in Schlagern das Angesinge der bewunderten Freundin als „O Baby“. Was die Engel sind, woher sie kommen, wie wir ihre Existenz, Wirkung interpretieren können, wird in diesem Artikel der Versuch unternommen, möglichen Klärungen zuzuführen.

Schlüsselwörter: Engel, Teufel, Dämonen, Satan

 

Abstract

The reputation of angels declined to a commercial plague of a kitsch-culture, often Made in China. The fright facing an angel (Lc 1,12; 1, 29), the obedience to the angel’s order (Mt 1,24; 2, 13) are changed to a harmonic cuddle. To address somebody with ‘my angel’ means in theological and historical perspective the connotation of an asexual ghost or essence. This is just as little in our awareness as the meaning in songs titling the admired girl as “baby” or “my baby”. Who are the angels, from where did they come, how can we interpret their existence and effects for our life today. This article intends to find possible interpretations out of historical traces .

Keywords: angel, devil, daemon, Satan

 


1. Zur Einleitung

In Wachs gegossen, aus Plastik nahezu unverwüstlich, aus Porzellan für den Esstisch, als Kunstdruck für das Zimmer, als Putto an der Ecke klebend, mit Gold und Engelshaar auf das Kauffest Weihnachten eingegrenzt sind Engel zu einem Dekorationselement, als kitschiger Höhepunkt dienstbar gemacht. Myriaden von ihnen fliegen, schweben wie Insekten auch durch Werke seriöser Kunst. Es wird von ihnen manchmal wie von Ufos gesprochen (Ombres 2005, 48). Aber was, wer sind die Engel wirklich, woher kommen sie? Es ist klar, sie haben etwas mit Religion zu tun. Der Artikel versucht in nuce den religiösen Entwurf der Engel ihrer Dekadenz gegenüberzustellen.



2. Geflügelte Wesen in der Tradition

In alten Kulturen und ihren Mythen treten aus dem Dunkel der Vergangenheit unterschiedlichste Wesen mit Flügeln hervor. Zur Zeit des Dareios schwebte Ahura Mazda (der Geistwesen als Mittler hat (Grabner-Haider & Marx 2995, 66) ) über dem König im Relief in Bsutūn (Wiesehöfer 2005, 36, vgl. in Persepolis Garbini 1968, 107), der Farvahar als Emblem Zarathustras hat Flügel (Vodjani 2006, 20/21), die Siegesgöttin Nike von Samothrake (Strong 1967, 79) schreitet hervor, adlerköpfige Genii mit Flügeln und menschliche Stiere mit Flügeln aus Nimrud (Garbini 1968, 46. vgl. den Pegasus; Boehmer 1997, 247), geflügelte Stiere mit Menschengesichtern aus Persepolis (Garbini 1968,91). Die Sonne bekommt Flügel in Tell Halaf (Garbini 1968, 102), der Benu-Vogel blickt mit menschlichem Gesicht und hat einen Vogelkörper (Rossiter 1984, 11), eine geflügelte Sphinx erscheint. Die Seelen werden als Vögel mit Menschengesicht dargestellt (Rossiter, 1984,34). Eros (von Zabern 2003, 78/79) und Psyche haben Flügel, und Hermes trägt sie am Helm und an den Schuhen (Serres, 1995, 44/45). Aus dem Lande Kusch begegnen wir einer beflügelten Göttin (Fischer 1986, 191; vgl. Ziegler 2002, 418) und erblicken beflügelte Wesen an den Kapitellen der Dome (Fait 1988, 17). Aus Palenque kennen wir den König Vogel-Jaguar (Stierlin 1997, 98) und aus Yucatán die gefiederte Schlange (Stierlin 1997, 140), im Arthaçāstra des Kautilyia erscheinen sie und fliegende Drachen in mehreren Kulturen. In China glaubte man, dass Mischwesen mit Flügeln den Eingang zum K´ un-lun, den Palast des Herrn des Himmels bewachen (Christie 1968, 71), Apsara schweben durch die Lüfte (Münsterberg o .J., 55; 124).


Es wird deutlich, Flügel werden vielen Wesen in der Darstellung zugesellt. Gehen wir von der simplen Tatsache aus, dass die Menschen zu allen Zeiten wussten, dass keine Menschen mit Flügeln leben, so dürfen wir annehmen, dass es sich um symbolische Darstellungen handelt und dass dies den Menschen bewusst war.


Wenn wir die Vertreibung aus dem Paradies als eine der frühesten Erwähnungen der Engel durch den Jahvisten (Eissfeldt 1964, 244) – hier der Cherubim (plur. von כרוב = Cherub) – verstehen, so lagern sie östlich des Gartens Eden, um den Lebensbaum zu bewachen. Im apokryphen Leben Adams und Evas werden die Engel hingegen zur Bewachung für das Menschenpaar abgeordnet (Weidinger 1990, 29). Die Erschaffung der Engel wird in der Schöpfungsgeschichte nicht erwähnt. Sie halten den Thron Gottes (Ez 1,6 f.), sind Geistwesen, eher in die Nähe der Elohim (als Mannigfaltigkeit des Begriffes der Gottheit) gehörend, denn als abgeleitet von Bezeichnungen für zweitrangige Götter (Gross, H. 1958. Bd. 2, 1045; Baethgen 1888, 264). Die Beschreibung ihrer Gestalten erinnert an Vorbilder aus Babylon und Assur (Herbst 2000, S. 215; Garbini 1968, 46), Völker, gegen die sich Israel wehrte (Micha 5,4 f.; Sephania 2,13), nachexilisch auch an die persische Engellehre, die Yazantas (= Izeds) (Graetz 2004, 420). Die Darstellungen einer westiranischen Werkstatt im 10. J. v. Chr. zeigen eine hohe bildliche Entsprechung (Calmeyer 1973, 69; 77; 99). Auf einige Überschneidungen mit anderen Schöpfungsgeschichten der Umgebung sei nur hingewiesen (Eliade 2002, 47 f.; 63 f.; 85 f. 132 f., 178f.). Es sollte im Blick behalten werden, dass Israel immer wieder von Jahve abfiel zu „alten“ Göttern und deren himmlischen Hofstaat (Hosea 5,8 f.; Wellhausen 1985, 67).


Die Geschichte in Gen. 6 (vgl. Hen 15,6; Gressmann & Klostermann 1907, 13) scheint vormosaischem Ursprung zu sein. Die spätere monotheistische Tradition verband das mit dem Fall der Engel. (Dillmann 1893, 320). Denn hier können sich die Engel mit den Menschen geschlechtlich vermischen und dem seien die Riesen der Vorzeit entsprungen, was aber eine Unmöglichkeit für das israelitische Denken darstellt (Keil 1856, 23f.). Jahve spricht direkt nur mit einzelnen Erwählten (z. B. Zacharia 1,9 f.) oder zum Volk insgesamt, sonst treten Engel als Vermittler auf (Frey 1957, 53 u. ö.), beim Isaakopfer (Gen 22,12-18), der Berufung Daniels (Dn 9) usw.



3. Engel, Mächte und Gewalten in der Bibel

3.1. Mächte, Gewalten, Throne und Herrschaften

Graetz (2004, 421) verwies schon richtig darauf, dass mit dem Begriff מלאך                 (Malach) nicht immer Engel bezeichnet werden, sondern auch Propheten, Hohe Priester und andere „Boten“, ähnlich auch im Neuen Testament (Süskind 1834, 161; Geißler 1833, 57). Aber auch die Himmelmächte Jahves werden mit unterschiedlichen Begriffen genannt, als מלאכים (Malachim = Boten), fraglich als אלהים בני (Bene Elohim = Söhne Gottes; Hen. 6,2; Klostermann 1971, 9f.), man spricht von קדושים (Qadoschim = die Heiligen), אבירים (Abirim = Ritter) usw. Es ist die Schar namenloser Geister, die in allen Religionen zwischen den Göttern und den Menschen ihr Wesen treiben, dem Bedürfnis nach Veranschaulichung der göttlichen Macht (Eichrodt 1948, 103) dienen, aber keine Götter neben Jahve sind (Eberle & König 1949,95). Clemens von Alexandrien (Strom. 3; 17) unterscheidet Engel und Mächte. Es wirken Vorstellungen des Heidentums nach, z. B. von altorientalischen Wesiren (vgl. Nebo in Babylon und Thot in Ägypten). Sie sind Mittler im Verhältnis des einzelnen Frommen zu Gott, der für den Kranken Fürbitte einlegt (מליע מלאך). Die Mächte zeugen von Gottes Erhabenheit, sind Ausdruck seiner Strafgewalt.


In der Mythologie der Hebräer hatte Jahve die einzige beständige Willenskraft, der an einem besonderen Ort wohnt und sich die Engel als seine willenlose Werkzeuge schuf, von denen es ewig dauernde und solche von kurzer Lebensdauer gibt (Bergel 1882, 12/13). Nach althebräischer Mythe war der Engel Samael ein Seraph, der aus Neid auf das Menschenpaar im Verein mit anderen Engeln Jehovas Absicht vereiteln wollte (Bergel 1882, 19/20). Die Eintagsengel entstehen (Hagiga 14,2), weil jedes von Gott gesprochenes Wort einen Engel erzeugt (Bergel 1882, 16). Mitatron war nach dieser Tradition der bedeutendste der Engel (Hagiga 15,1; Hajit 169). Sindolfon soll der in den Himmel entführte und dort zum Engel umgestaltete Prophet Elias sein (Bergel 1882,13). Hauptaufgabe anderer Engel scheint es, Vorläufer des zu erwartenden Messias zu sein. Die Engel bekommen spezielle Aufgaben, z. B. Michael, Gabriel, Raphael dem Abraham die Vaterschaft anzukündigen. Die Engel wurden von Jahve bestraft, wenn sie seinen Willen nicht pünktlich ausführten (Sinedr. 38,2). Die große Masse der Engel besteht nach den Kabbalisten aus Ordnungen, während die alten Mythen nur die Seraphim kennen, weshalb die Tradition auch dazu neigte der Paradiesgeschichte wegen des flammendes Schwertes einen der Seraphim beizuordnen (Aschkenasy 1928, 57f.). Die bildliche Darstellung der Erzengel erinnert an die heiligen Wächter Persiens.


Bei Paulus treten die ὰρχαί καί έξουσίαι (Röm. 8, 38 f., 1. Kor. 15, 24. Kol. 1,16; 2,10, 15, Eph. 1,20 f., 3, 10, 6, 12 u. ö.) hervor. In Kol 2, 18 sind eventuell die „Völkerengel“ der jüd. Tradition gemeint, die erst auf dem Konzil zu Laodicea (ca. 360) verworfen wurden. Es sind Geschöpfe, die auch schon außerhalb der jüdisch-christlichen Tradition von Bedeutung waren, gehören in eine mythische Dimension (Zeilinger 1999, 181; 79). Paulus unterscheidet in seiner Rede die „Heiligen“ (= Gläubige) von den „Heiligen Gottes“ (= Engelmächte) (Lohmeyer 1953, 82). Im ganzen Neuen Testament tritt keine Systematik, spezielle Abhandlung dieser (guten und bösen) Wesen auf, wobei die Bösen austauschbar scheinen als Herrscher der Welt (Joh. 8,44), als Engel Satans (2. Kor. 12,7), Geisterschaften der Bosheit (Eph. 6,12) usw. Die Vielzahl der Bezeichnungen im Neuen Testament zeigt, dass keiner der Namen für die Engel insgesamt adäquat ist (Schlier 1958, 16) als den Himmeln angehörende Wesen (Eph. 3,10). Als zu den Himmeln Gehörende, sind sie unsichtbare Wesen, derer wenige der bösen Engel, die auch Mächte sind, an ihrem Namen in ihrer Grundcharakteristik erkennbar sind (Versucher, Zerstörer etc).


Der Glaube an Dämonen ist in der ganzen antiken Welt verbreitet. Im Alten Testament kommen sie selten vor ( שרים oder שעירים (= Shoirm; Lev 17,7; 2 Chr 11,15) übersetzt LXX mit δαιμόνια). Die Dämonen treten als Exemplare von vielen auf (Mk 5, 1f), der Dämon bezeichnet sich als „Legion“ (Gressmann & Klostermann 1907, 13; 41). Die katholische Dogmatik versteht unter Dämonen abgefallene Engel und bezieht sich auf 2 Petr 2,4; Jud 6; Joh 8,4 in der Auslegungstradition des Äthiopischen Henochbuches 6 und Jubiläenbuches 10 äthHen6; Jub 10. Die altprotestantische Orthodoxie übernahm diese Auffassungen (Religion in Geschichte und Gegenwart, Bd. 2). Mächte und Gewalten sind ein Kollektiv und als solches haben und sind sie Macht. Sie haben Macht über Menschen, über einige in der Weise, dass sie sich in Krankheit ausdrücken, treten in der Welt der Apokalyptik (Apg. Kap. 12 und 13) als gewalttätige Zerstörer hervor. Die gefallenen Engel gehören zu diesen Mächten. Der Herrscher des Aion dieser Welt kann in die Menschen eindringen, ihre Institutionen beherrschen, die Gewalt des Bösen ist der Tod (Hebr. 2,15). Jesus Christus vermag dieses Mächte zu besiegen (Lk 4, 36). Die Bewältigung liegt im Glauben (Mk 9,23). Im Glauben weiß der Christ um die Hinfälligkeit solcher Elemente (Schlier 1958, 55). Die Engel erscheinen in verschiedener Gestalt (White 2005, 568), menschlich immer als Männer, was traditionell zu verstehen ist, denn eine „geistige“ Geschlechtlichkeit findet sich sonst nicht.


Aber diese bösen Mächte sind Realität überall, wo sich die Macht vom gerechten Recht gelöst hat (Zeilinger 1999, 161), das Böse ist in der Welt konkret. Macht liegt einer konkreten Gestaltung in der Wirklichkeit voraus, und die Gewalt stellt die Potentialität ihrer Umsetzung dar, was Feuerbach im Sinne des Euhemerismus annehmen ließ, dass die Engel und Dämonen früher historische Personen waren (Feuerbach 1956, II, 319).


Aber wie konkret sind die Engel, wenn sie doch als geistige Wesen zu Gott gehören, in einer der geschöpflichen Welt vorgeordneten Sphäre? Sind sie personale Mächte, dann müssten sie einer der Schöpfung des Menschen vorgeordneten ersten Schöpfung entsprungen sein (Hermae Pastor nach Rouët de Journel 1965, 27). Es würde ihnen ein eigener Seinsbereich zugesprochen werden, aber das bedeutet eine Anthropologisierung der Engel und der Mächte, denn Personalität und Subjektivität kommt geschöpflich dem Menschen allein zu. Solche Personalisierung findet sich bei C. G. Storr 1803, 390), wenn er lehrt, dass die Engel durch langen und gewissenhaften Gebrauch ihrer Anlagen sich vervollkommnet haben. Zeller (1893, 181) behauptet gar, dass die Engel „mit Gott verwandt“ sind. Die Bestimmung als „Zwischenwesen“ ist eine Definition aus der Sicht des Menschen (d’ Azy 1959, 539), denn als zu Gott gehörig (Gregor von Nazians 1996, 109), sind sie dem Raum und der Zeit Gottes zugeordnet. Deshalb sind die oben benannten „Eintagsengel“ auch in dieser Dimension der Zeit Gottes zugehörig zu denken. Schmaus, als katholischer Dogmatiker sieht ebenfalls eine Verbindung mit der babylonischen, assyrischen und persischen Engellehre, führt dies aber auf eine Uroffenbarung zurück (Schmaus 1938, 124/125, vgl. Barth 1961, 268f.), denn wenn der Mensch als Krone der Schöpfung nur wenig unter die Engel gesetzt ist (Cusanus 1862, 79) müssen die bereits geschaffen worden sein, was Böhme als ein Geheimnis bezeichnet (Böhme 1977, 81).


3.2. Einteilungen der Engel

Die Zahl der Engel lässt sich nicht fassen (Dt 33,2; Dn 7,10). Sie sind nicht alle gleich, sind hierarchisch gegliedert, werden in der Tradition aus einer Art oder als mehrere Arten aufgefasst, aber diese Gliederung entspricht militärischen bzw. Vorstellungen einer Ständeordnung.           


Die Erzengel (הפנ׳ם מלאכ׳ oder השרת מלאכ׳) bilden als Ameschah-Çpentas bei Ahura Mazda eine Siebenzahl, wie bei Tobias 42,15 die sieben Engel, die vor das Angesicht Gottes treten dürfen.


Seraphim (שׂרּפּיִמּ) werden in der Bibel nur bei Jesaja in den Kapiteln 6, 14 und 30 erwähnt. Es ist von שּׂרּףּ abgeleitet, was brennen bedeutet. Sie werden mit 6 Flügeln dargestellt. Dass sie die höchsten Engel seien, das kommt erst bei Pseudo-Dionysios Areopagita vor (Giorgi 2004, 301), was wesentlich das Engelbild der Ostkirche (Deschler 2000, 75) prägte. Eine Verbindung mit Numeri 21,6.8 herzustellen und Deuteronomium 8,15 erscheint als sehr vage (Porsch 2000, 22).


Von den schon erwähnten Cheruben ist gesagt, dass sie in der Längsachse des salomonischen Tempels stehen (1Kön. 6,23 f.). Der Cherubenthron steht mit Jahve in Verbindung (Ex. 25). Cheruben erscheinen in Ezechiels Tempelvision, und in Psalm 18, 11 reitet Gott auf einem Cherub.


Die Cherubim bilden zusammen mit den Seraphim eine Art Leibgarde, die den Thron halten und hüten (Engelhardt 1861, 209), sie gehören zum Hofstaat Jahves (Savran 2003, 125f.). Die Cherubim schützen die Bundeslade, sie sind an ihr angebracht (Noth 1959, 164f.), was aber erst dem Priesterkodex zuzuordnen ist, denn die alte Lade hatte keine Engel. (von Rad 1965, 112f.).


Ob die Malak Jahwes (מלאך יחוח und an elohistischen Stellen האלהימ מלאך) eine eigene Engelsgattung darstellen oder dies nur eine besondere Funktion beschreibt, ist nicht ganz klar (Eichrodt 1948, 6).

Das himmlische Militär ist aber den „Waffengattungen“ nach umfangreicher. Die Erzengel sind im griechischen Henochbuch 20,7 erwähnt, die Zahl schwankt, und seit Klemens von Alexandrien (Stromata 6, 41.2) finden sich Andeutungen für Engelhierarchien (d´Azy 1959,526f.). Michael (מישּׁאל = Wer ist wie Gott (Dan.10, 13f.)) ist einer der Anführer der guten Engel. Gabriel ( גּבריּאּל = Mann Gottes) wird primär als Bote eingesetzt (Dan. 8,16). Er wird im Lukas-Evanglium als einziger Engel namentlich genannt. Bei Lukas sind die Engel Boten. Raphael (רּפּאל = wen Gott heilt, in spirituellem und körperlichem Sinn) heilt (Tobit 3, 17). Das himmlische Heer wird weiter und weiter ausgebildet (Jes. 6, Ez. 10), die Aufgaben spezifischer, auch als Schutzengel (Mt 4,5; Psalm 91,11), zur Verkündigung (Mt. 1,20), als Deuteengel (Apg. 1,10f.), im Weltgericht (Mt. 13,49f.) und als kosmische Engel (Off, 8,2 f.).Der Entwurf einer systematischen Angeologie kann schließlich in 1 Henoch 6-36 gesehen werden. Uriel (אוּריאל = Gott ist mein Licht) tritt bei den Apokryphen (Epist. Apost13, Sib II 229 f,. Apk Moses 40) hervor (Giorgi 2004,372). Aber weitere Entwicklungen verlangen fortschreitende Spezialisierungen. Es werden in anderen Schriften Chamuel, Haniel , Jophiel, Raguel, Sariel, Ramiel usw. als Erzengel genannt.


3.3. Kurze Anmerkung: Satan, Teufel, Dämonen

Die Götterhimmel des antiken Vorderen Orients umfassen in einem göttlichen Prinzip das Gute und das Böse. So tritt dem Azura Mazda der böse Ahriman gegenüber. Das dualistische Prinzip ist bei Zarathustra am deutlichsten ausgeprägt und hat in der gnostischen Zwei-Wege-Lehre einen späteren Niederschlag (Stanford 2000, 17) und bei den Manichäern. Bei den Azteken verkörperte Tezcatlipoca den dunklen Aspekt der Macht als Zerstörer des Kosmos, bei den Etruskern Charun (di Nola 1997, 45; 115), Vŗtra als Feind Indras, Yama im Buddhismus. Gott hat in vielen Großreligionen Gegenspieler. In der hierarchischen Gliederung des Himmels setzten sich die guten und bösen Elemente in den verschiedenen Lebensarten fort, so auch bei den Engeln. Der Teufel tritt nicht in einem bestimmten Moment in die Geschichte, erscheint vielmehr als eine kollektive Persönlichkeit, eine Summe negativer Eigenschaften, die sich aus Entwicklungen benachbarter Kulturen herausschälte und einem geschichtlichen Wandel unterliegt. Bilder von Satan und dem Teufel entstehen in der Geschichte, vermengen sich. Die Sumerer kannten bereits 7 Dämonen, die aus der Unterwelt kamen. Sie sind nicht Mann und nicht Frau, sie zeugen nicht und sie gebären nicht. (Grabner-Haider & Marx 2005, 17). Die Dämonen scheinen mehr dem Volksglauben entsprungen, es sind Götzen Jes 13,12; Dt 32,17; Ps 106, 37 u.ö.). 


Im Militär, gibt es Aufrührer, Deserteure in allen Waffengattungen, aus jeder Ständeordnung sich Aussondernde. So ist Luzifer ein ehemaliger Engel des Lichts (2 Kor 11, 14), sein Wesen ist Lüge, was Joh. 8, 44 vom Teufel ausgesagt wird (Bauer 1912, 93; Asprem 2008, 54f.). Luzifer wird mit Satan gleichgesetzt (Link 1997, 27). Luzifer als Name taucht aber erst in der lat. Übersetzung von Jes. 14,12 auf, und spielt auf die Auseinandersetzung mit der Gnosis an. Die Teufel und Dämonen seien ihm nach dem Volksglauben untergeordnet, was aber nicht biblisch belegt ist.


Die Sünde Satans ist nach Thomas von Aquin (McCurry 2006, 389), dass er für sich selbst eine Vergöttlichung beanspruchte, nach Bacon (1870, 48) Begierde nach Macht. Satan, nach Augustin ein Engel des Lichts (Augustinus o. J., 278), wurde durch Michael (Offb 12,78 f.) aus dem Himmel gestürzt, wurde aber nicht von Michael verflucht (Jud 8-10), was besagt, dass er nur durch Gott selber gerichtet werden kann. Satan versucht, sich über Gott und alles Heilige zu erheben, Hochmut wird als sein Vergehen aufgefasst (Sir 10,12f.; 2 Thess 2,4). Die gefallenen Engel hätten die Selbstbeziehung an die Stelle der Gottesbeziehung treten lassen (Ewertowski 1998, 32). Es erscheint in dieser Auffassung eine Spannung zwischen Personifikation und Handeln der Engel (Escobedo 2008, 787), die Traditionen der Interpretation mischen sich.


Satan ( השטן) erscheint vor Gott (Hiob 1,6 f. Er handelt im Auftrag Gottes (Hiob 1,12) ist nicht der absolut Böse (V. 8), er ist ein Versucher, Anstifter zum Bösen (1.Chron 21 1f). Satan nimmt an den Gerichtssitzungen teil. Er ist Ankläger (Zacharia 3,2; Wellhausen 1963, 181). Er erscheint nicht als wirkliches Wesen, sondern in einer Funktion, ähnlich den persischen Daevas (Graetz 2004, 184). Als wirklicher Nebenbuhler Gottes erscheint er nicht (Anselm von Canterbury 1902, 41). Er ist Versucher, der den Weisungen Gottes folgen muss (Klostermann 1971, 4. A., 29f.). Einige Autoren gehen davon aus, dass der Teufel und Satan identisch sind (Storr 1803,397). Diabolus (διάβολος) bedeutet Verleumder (Ath. XI 508 e), διαβολή meint die Beschuldigung, Verleumdung (Her. 7,10), beschreibt inhaltlich eine Funktion des Satans und ist der griechische Begriff für den Teufel.


Beelzebub (זנונ בעל 2. Kön. 1,2-13; Βεεζεβούλ Mt. 10, 25; 12,24 als Herrscher der Dämonen), bezeichnet wörtlich Gott der Fliegen oder Fliegenzerstörer, wird als Gott von Ekron genannt, bezieht sich etymologisch wahrscheinlich auf Baal oder Beel als aramäische Form. Ähnlich geschah es mit dem Wort Belial (= Ruchlosigkeit), das als Name für den Satan gebraucht wurde.


3.4. Engel in christlicher Tradition

Clemens Romanus erwähnt eine große Menge der Engel (καταυοήσωμεν τό παν πληθος των αγγέλων αυτου) (Rouët de Journel 1965, 7), die nach Ignatius von Antiochien (An die Trallianer, Kap. 5) in einer Hierarchie stehen (vgl. Hirte des Hermas. Gesichte. 3. Gesicht).

Die Majestät Christi ist größer als die der Engel (1. Klemensbrief an die Korinther, Kap. 36), die ihn anbeten (Chrysostomos: In epistolam ad Ephesios comentarius. 1.Hom, Kap. 1,1-10). Die Engel loben Gott (Justin. Apologie nach Rouët de Journel, 1965, 42), deren Anbetung wurde in der frühen Kirche verworfen, aber Gebete um Schutz durch die Engel wurden von Ambrosius (De viduis 9) erlaubt. Es war strittig, ob man den Engeln Kirchen weihen soll (RGG 3, 466). Die Beispiele der Engel werden manchmal in paränetischen Texten zur Verdeutlichung bestimmter Sachverhalte benutzt (Aphrahat 1991, 472/473).


Das Konzil von Rom (745) unter Papst Zacharias verbot die Anrufung der Engelwesen Uriel, Raguel, Adimis, Tophoas, Sabaoth und Simiel, denn es hielt diese für Dämonen. (Piepke 2000, 56). Erst das IV. Laterankonzil (inhaltlich = 1. Vat. Konzil von 1870) beschäftigte sich mit den Engeln ausführlicher wegen der Positionen der Katharer und Albigenser und deren dualistisches Weltbild. (Denzinger 800) und beschrieb sie als Geistwesen, die in leiblicher Gestalt erscheinen, aber auch als Stürme, Feuerflammen (Schmaus 1938, 129).


Im Protestantismus wird in den Schmalkaldischen Artikeln eine Fürbitte der Engel im Himmel anerkannt, deren Anbetung abgelehnt (Die Bekenntnisschriften,1955, 425). Aber auch hin dieser Tradition zeigten sich Wandlungen. So lehrte Bauer-Deinzer (1921, 94/95), dass Engel einen selbständigen Teil der Welt ausmachen (Kol. 1,16): „Insofern dient dieser locus zur Ergänzung der Lehre von der Schöpfung“. „Die alte Dogmatik redet auch von einem unerschaffenen Engel…“. In englischer protestantischer Literatur des 17. Jahrhunderts ist die Bedeutung der Engel hinter der der Seligen im Himmel zurück gewichen. (Rupp 2001, 134 f.). Es deutet sich ein wenig die Ratlosigkeit an, wie in rechter Weise von den Engeln zu reden sei. Auch die Interpretation als „Diener“ Gottes durch Karl Barth (1961, 427ff.) mit Berufung auf einen Teil der Tradition erscheint unsicher, da sie, wie bereits oben dargelegt, eher in einer militärischen Ordnung der Herrschaft Gottes nahe zu sein scheinen.


4. Exkursion zu den Mohammedanern

In der vorislamischen Gesellschaft der Araber waren die kuhhan Bindeglieder zwischen den Göttern und den Menschen. Die kuhhan waren Dichter, Seher, Weissager, die nicht direkt mit dem höchsten Wesen kommunizierten, sondern vermittels der Dschinnen. (Aslan 2006, 27).


In Sure 2,34 werfen sich die Engel vor Adam nieder, außer Iblis (38,71-.78), der weigerte sich und verhielt sich hochmütig, Satan vertrieb Adam und Eva aus dem Paradies (2,36). Engel الملائكة (al-Mala'ika, Sure 2,98-99) übermitteln die Offenbarungen Gottes. Sie sind „Diener Gottes“ (43,19 u.ö.). Der Glaube an die Engel gehört zu den grundlegenden Inhalten des islamischen Bekenntnisses. Die Aufgabe der Engel besteht im Lobe Gottes, seinen Thron zu tragen (40,7). Mit der Erlaubnis Gottes dürfen sie Fürbitte für Menschen einlegen. Die Engel haben darüber hinaus ebenfalls militärische Aufgaben, nämlich den Krieg gegen die Ungläubigen zu führen (8,9), Gottes Urteil im Endgericht zu vollstrecken (41,30-32). Der Islam kennt vier Engel: Dschibril (جبريل = Gabriel) als Überbringer des Koran (2,97; nach Vollmer, um Mohammed bei der Abfassung des Koran zu begeistern (Vollmer 2004, 240), Azrael oder ´Izra´il (nicht direkt erwähnt im Koran 32,11) als Todesengel, Israfil (nicht im Koran genannt) als Engel des Jüngsten Gerichts und Michael (2,98).


Gemäß der Tradition haben zwei Engel, Munkar und Nakir (bedeutet das Verwerfliche und das Negative) die Aufgabe, die Ungläubigen im Grab zu verhören und ihre Unkenntnis des wahren Glaubens festzustellen. Den überführten Ungläubigen schlagen die Engel mit eisernen Keulen (47,27). Mubashshar (= frohe Botschaft) und Bashir (= Verkünder der frohen Botschaft) verhören die Gläubigen.


In 74, 30-31 werden 19 Engel genannt, unter ihnen der schweigsame Malik als oberster Wächter über die Hölle. Die theologische Deutung des Ranges der Engel ist, dass sie unterhalb der Propheten rangieren. Die Engel als sehr feine Körper, können in verschiedener Gestalt erscheinen, sind aus Licht geschaffen. Ihre Lichtsubstanz bewirkt, dass sie keine leiblichen Bedürfnisse haben und keinen irdischen Umständen ausgesetzt sind (Khoury 1991, 205).


Engel werden auch in der arabischen adap-Literatur erwähnt (Gottheil 1934, 106f.), spielen eine Rolle in der muslimischen mystischen Theologie (Pereira 2000, 369) und selbst in politischer Literatur (Bacqué-Grammont 1985, 135f.).


5. Kurzer Ausflug in die Philosophie

Die Ideen sind nach Auffassung der jüdischen Philosophie nicht nur in der Intelligenz Gottes enthalten als „Mächte“, (δυνάμεις) sie sind auch in der zweiten Stufe des Logos vorhanden (Lilla 1990, 29/30). „Immer und überall schon präsent, wenn das Bedürfnis nach einer Veränderung aufkommt. Sie weben den Raum, konstruieren die Zeit, antizipieren jegliche Gegenwart. Fast möchte ich sagen, diese préposés sind sogar schon vor dem ’Da -sein‚ da“ (Serres 1995, 146). Salmen meint, dass die Engel blitzartig, intuitiv erkennen (Salmen 2000, 149).


In dieser Weise bestimmte Aussagen über die Engel sind in westlicher Philosophie der Neuzeit seit Kant kaum möglich. Es ist hier an Kants Schrift „Träume eines Geistersehers, erläutert durch die Träume der Metaphysik“ erinnert, in welcher er sich gegen die Geisterseherei Swedenborgs wendete, worin er die Möglichkeit einer Annahme immaterieller Wesen bestätigte, allerdings könne man sie nicht beweisen.


Die russischen Religionsphilosophen wehrten sich gegen die Dominanz der Vernunft in der rationalen Philosophie Kants und Hegels (Kirejewskij 1956, 66f.; Nesmelow 1956, 200f.), und Leontjew strebte eine Versöhnung der Philosophie mit der positiven Religion an (Leontjew 1956, 92, ähnlich Schelling 1992,486 f.). Rosanow versucht das Innen und Außen des Religiösen zu schauen, und in solchen Gegensätzen ist die Welt dämonisch (Rosanow 1956,157f.; Nesmelow 1956, 228), sinnlos (Trubezkoj 1956,288), es ist die Hölle, das Reich der Schatten, eine „Realität eines Gespenstes“, eine „ewige Fatamorgana“ (Trubezkoj 1956, 313,314), dort ist kein Leben, auch nicht das der Bösen.


Von scholastischer Philosophie abgesehen, beschäftigt sich die ältere Philosophie mit dem Bild, der Erscheinung und Wahrnehmung, der Existenz von Engeln, nicht mit deren Wesen. Nach Hobbes legen wir uns diese Vorstellungen von den Engel zurecht (1918, 170, ähnlich Descartes, 1870, II, 58), bei Spinoza (1870, 21) sind es von Gott gesandte Bilder, während Herder zu wissen glaubt, dass die Engel Gefühle haben (Herder 1971, I, 412).


Basilius von Caesarea (Homiliae in Hexaemeron 2) verweist bereits darauf, dass man das Böse nicht außerhalb suchen soll, sondern sich selber als Urheber seiner Bosheit ansehen soll. „Das eigentlich Böse nimmt den Anfang mit den freiwilligen Entgleisungen“. Für López (2005, 1f.) zeigt sich das Böse in dem Lachen Hitlers aber auch in den menschenverachtenden Methoden kapitalistischer Wirtschaftsbosse. Gut und böse bedingen sich, aber das Böse ist organisiert, hat Macht, der Teufel verlacht die verzweifelt Lachenden. Wir können nicht das geschehene Böse vergeben (Rubenstein 2008, 82), weil Vergebung eine Reaktion auf etwas schon Geschehenes ist, das nicht wiederhergestellt werden kann. Aber in einem anderen Sinne ist Vergebung möglich, wenn sich Liebe und Gerechtigkeit treffen, und ein Engel durch die Lippen eines anderen spricht: Kaddish (Rubenstein 2008, 93).


Wenn wir die alte Vorstellung der Transzendenz aufheben, dass diese nämlich oben, im Himmel ist, und die Frage nach deren Ort im Diesseits stellen, dann tritt neben dem Jenseits auch ein „In-seits“ hervor, der Engel in der eigenen Brust (Platon 1940, 2, 361), was gedanklich den Weg einer Mystik eröffnet (Zeilinger 1999, 74), auch als einem Wechselspiel zwischen innerem Erleben und physischer Evidenz (O´ Flaherty 1985, 159; Meister Eckhart 1903, 115). Die beiden Auffassungen von Transzendenz müssen sich nicht ausschließen, erfordern aber ein jeweils anderes Sprechen von den Dingen, denn es liegt zum Beispiel bei niemandem eine transzendentale Erfahrung der Transzendenz des Jenseits vor, sondern nur eine diesseitige in der Transzendenz, während das Inseits die Transzendenz nur in der Erfahrung erscheinen lässt. Für das Inseits sind Mächte und Gewalten konkrete Erfahrungen, wie sie sich auch in der Geschichte als eine der Mächtigen und Gewaltigen (Gewalttätigen) zeigt, deren Macht aber nur relativ ist (z.B. die Macht des Geldes, des Tyrannen) zu den dahinterstehenden nur mythisch erfassbaren Kräften (Zeilinger 1999, 161f.). Wunder sind so keine Aussagen über Veränderungen physikalischer Realitäten (Luk 2003, 86/87), sondern Veränderungen in uns, oder anders ausgedrückt: die Engel erscheinen in uns, verändern etwas in uns.


6. Metamorphose der Engel

An der weiteren Entwicklung sind die Künste beteiligt. So verlieren die Seraphim schon bald Flügel und ihr Flammenschwert wird zu Eisen (Bussagli 2007, 49-91), die Verkündigungsengel werden immer modischer, klerikaler (Bussagli 2007, 568-613), der Verkündigungsengel in Josephs Traum niedlich, die Cherubim immer kindlicher (Bussagli 2007, 412-427), manchmal zweideutig (Schmaus 1938, 127). Auch die esoterische Umdeutung mit ihrer symbolischen und prototypischen Exegese gehört in die Dekadenz, denn von einer „unerschütterliche(n) Mannhaftigkeit und Aufnahmekraft für die göttlichen Erleuchtungen“ bei den „Mächten oder Dynameis“ finden wir im biblischen Schrifttum jedenfalls nichts (Schwarzenau 2000, 159). Es können fast beliebig Bedeutungen gegeben werden. Es ist auch nicht so klar, ob sie unsterblich sind (Porsch 2000, 32), denn der Ausdruck der Sterblichkeit wird oft an die Lehre vom doppelten Menschen als Geist und Körper gebunden und der Ausdruck „Zwischenwesen“ erscheint so als eine begriffliche Ausflucht.


Ähnlich widerfuhr es auch dem Michael im Ökumenischen Heiligenlexikon (Schaefer 2005, Stichwort), denn es steht nichts davon in der Bibel, dass Michael Adam und Eva aus dem Paradies trieb, nichts davon, dass er in Gen. 18, 1-16 benannt ist usw. Raphael gehöre angeblich zu den Cherubim und er sei der „freundlichste und lustigste in der Engelschar.“ (Schaefer 2005, Stichwort). Vollmer interpretiert, dass die Cherubim Flügel haben als Symbol des Schutzes (Vollmer 2004, 134). Carter (2007, 1) setzt Parallelen zwischen Erscheinung des Engels und Wichtigkeit der Botschaft. Sie werden in Verbindung mit modernen apokalyptischen Vorstellungen gebracht (Grimshaw 2002, 4f.). Wikipedia belehrt uns unter dem Stichwort Engel, dass sie keine „Vollgötter“ sind, „sondern der Kategorie der Halbgottheiten zuzuordnen“.


Engel feiern ihre Wieder-„Auferstehung“ in der Literatur der letzten 50 Jahre (Marshall 1969, 135; Garrido 2007)), als Baseball-Engel (Bukowski 1994,23), als Heilengel (Snell 1994, 91; Wolff 1994, viele Beispiele), als jenseitige Erfüllung des menschlichen Daseins: „Arbeiten wir noch, wenn wir Engel werden, fragte Pantope…“ (Serres 1995, 52). Die Engel werden Revisionen ihrer Gestalt unterzogen (Ureña 2003, 1), werden als Botschafter von Ideen begriffen (Nayar 2006, 165). Hark sieht in den Engeln spirituelle Symbole, die uns mit einer transzendenten Welt verbinden (Hark 1993, 102f.). Die Botschaft der Engel wird in Naturereignissen vernommen (Polizzi & Marmarelli 2000, 250f.).


Von besonderer intellektueller Brisanz zeigen sich esoterische Schriften. So heißt es: „Diese Essenzen kommen direkt aus der Quelle des Seins, wie Erzengel Michael sagt, der sie energetisiert hat.“ (Loskant 2001, Rückendeckel). Eine Frau Hulke (1997) will Erzengel einladen mittels Ritualen (Ernergieanhebung, Harmonisierung des Chakra-Systems, Edelsteine, Töne). Herr Webster (2010) will das Bewusstsein des Menschen öffnen und einstimmen auf die lichtvollen Engel, was sich eher wie ein Versprechen zur Lösung der Energiekrise anhört.


Dem sei entgegengestellt, dass die Engel auf keines Menschen Weisung hören, die „guten Engel schwerlich erscheinen, sondern sie warten auf Gottes Befehl, und haben mit niemand anders Gemeinschaft“ (Agrippa von Nettesheim 1913, 1,165).


Wer erwartet, dass ein gefiedertes Wesen endlich sichtbar wird, um das zu erledigen, was er selbst nicht zu bewältigen vermag, kann höchsten einer Halluzination oder einer Illusion erliegen und kommt zudem meist noch durch geschäftstüchtige Akteure zu Schaden. Engel sind keine dienstbaren Geister, die, wie die Heinzelmännchen oder Meister Propper, die Arbeit für uns erledigen, sondern Ausdruck der Herrschaft, der Macht und Überlegenheit des Jenseits. Bricht dieses in das Diesseits ein, reagieren Menschen eher mit Schrecken, aber ein Schrecken, der die Schrecken des nur Diesseitigen nehmen kann, die diesseitigen Mächte und Gewalten relativiert.




Literatur:

Anselm von Canterbury (1902): Warum Gott Mensch geworden. Hg. Schenz, 2. A., Regensburg: Pustet

Aphrahat (1991): Demonstrationes II. Freiburg /Br: Herder

Aschkenasy, Friedrich T. (1928): Auf Gottes Wegen. Leipzig: Kaufmann

Aslan, Reza (2006): Kein Gott außer Gott. Der Glaube der Muslime von Muhammad bis zur Gegenwart Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung

Asprem, Egil (2008): False, Lying Spirits and Angels of Light : Ambiguous Mediation in Dr Rudd´s Seventeenth Century Treatise on Angel Magic. Magic, Ritual, and Witchcraft 3, 54-80

Augustinus (1863): Bekenntnisse. Hg. Rapp, 4. A, Stuttgart: Liesching

Bacon, F (1870): Neues Organon. Hg. Kirchmann. Berlin: Heimann

Bacqué-Grammont, Jean-Louis (1985): Le premiers fonctionnaires ottomans dans le Hedjaz: un rapport de Kâsım Šrvân de septembre 1517. AnIsl 21, 129-145

Baethgen, Friedrich (1888): Beiträge zur semitischen Religionsgeschichte: der Gott Israels und die Götter der Heiden. Berlin: Reuther

Barth, Karl (1961): Die Lehre von der Schöpfung. 3. Bd, 3. T., 2. A. der Kirchlichen Dogmatik. Zürich: EVZ-Verlag

Bauer, F. & Deinzer, M. (1921): Christliche Dogmatik auf lutherischer Grundlage. Neuendettelsau: Selbstverlag der Missionsanstalt

Bauer, Walter (1912): Das Johannesevangelium. Tübingen: J. C. B. Mohr

Böhme, Jakob (1977): Aurora oder Morgenröte im Aufgang, Hg. Wehr, Freiburg/Br.: Aurum

Boehmer, Rainer Michael (1997): Bemerkungen bzw. Ergänzungen zu Gerwanm Khinis und Faidhi. 245-249. In: Eichmann, R. M. van Ess (Hg.): Baghdader Mitteilungen Bd. 28. Deutsches Archäologisches Institut Orientabteilung. Mainz 1997: Verlag Philipp von Zabern.

Bukowski, Charles (1994): Der Baseball-Engel. 23-27 in: Wolff, Uwe (Hg): Das Große Buch der Engel. Freiburg/Br: Herder

Bussagli, Marco (2007): Angels. New York: Abrams

Calmeyer, Peter (1973): Reliefbronzen in babylonischem Stil. Eine westiranische Werkstatt des 10. Jahrhunderts v. Chr. München: Verlag der Bayerischen Akademie der Wissenschaften

Carter, J. W. (2007): Revelation 10 1-11. The Little Scroll. American Journal of Biblical Theology. http://www.biblicaltheology.com/rev/66_10_01.html

Christie, Anthony (1968): Chinesische Mythologie. Wiesbaden: Emil Vollmer Verlag

Corbet, G. & Marshall, M. E. (1969): Comparative anatomy of angels (1). A sketch by Dr. Mises: 1825. Journal of the History of the Behavioral Sciences 5, 135-151

Cusanus, Nicolaus (1862): Des Cardinals und Bischofs Nicolaus von Cusa wichtigste Schriften in deutscher Übersetzung. Hg. Scharpff. Freiburg/Br.: Herder

D´Azy, Paul Benoist (1959): Die Engel. 3. A. 524-552 in: Arbeitsgemeinschaft von Theologen (Hg.): Die katholische Glaubenswelt. Bd. I., Freiburg/Br.: Herder

Descartes, R. (1870): Philosophische Werke. Hg. Kirchmann. Berlin: Heimann

Deschler, Jean-Paul (2000): Die Engel im Glaubensleben der Ostkirche. S.71-109 in: s. Kochanek

Die Bekenntnisschriften der evangelisch-lutherischen Kirche. Bd. 1, 2. A. (1955): Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht

Dillmann, August (Hg. Rudolf Kittel) (1893): Handbuch der alttestamentlichen Theologie. Leipzig: Hirzel

Di Nola, Alfonso (1997): Der Teufel. Wesen, Wirkung, Geschichte. 3. A., München: Deutscher Taschenbuch Verlag

Eberle, Joseph & König, Franz (1949): Das Altes Testament. Wien: Herder

Eckart (1903): Meister Eckharts mystische Schriften. Hg. Landauer. Berlin: Schnabel

Eichrodt, Walter (1948): Theologie des Altes Testaments. Teil 2. Berlin: Evangelische Verlagsanstalt

Eissfeldt, Otto (1964): Einleitung in das Alte Testament. 3. A. Tübingen: J.C. B. Mohr

Eliade, Mircea (2002): Die Schöpfungsmythen. Düsseldorf: Patmos

Engelhardt, Eduard (1861): Ein Beitrag zu der Frage über die Cherubim. Zeitschrift für die gesamte lutherische Theologie und Kirche 21, 209-225

Escobedo, A. (2008): Allegorical Agency and the Sins of Angels. ELH 75, 787-818

Ewertowski, Jörg (1998): Die Versuchung des Lichts. Vom Glanz des Morgensterns und der Klugheit der Paradiesesschlange. 15-70. In: Berger, Frank (Hg.): Luzifer. Facetten eines Verführers. Stuttgart: Urachhaus

Fait, Joachim (1988): Dom und Domschatz zu Brandenburg.3. A. Berlin: Union Verlag

Feuerbach, Ludwig (1956): Das Wesen des Christentums. 2 Bde. Hg. Schuffenhauer. Berlin: Akademie Verlag

Fischer, Rudolf (1986): Die schwarzen Pharaonen. Bergisch-Gladbach: Gustav Lübbe Verlag

Frey, Hellmuth (1957): Das Buch der Kirche in der Weltwende. Die kleinen nachexilischen Propheten. Stuttgart: Calwer Verlag

Garbini, Gioanni (1968): Alte Kulturen des Vorderen Orients. Schätze der Weltkunst. Gütersloh: Bertelsmann

Garrido, Raúl Guerra (2007): La soledad del ángel de la guarda. Madrid: Allianza Editorial

Geißler, J. K. (1833): Exegetische Bemerkungen zu der Stelle 1. Cor. 11,10. Annalen der gesammten Theologie und christlichen Kirche Bd. 3.2, 53-67

Giorni, Rosa (2004): Engel, Dämonen und phantastische Wesen. Berlin: Parthas

Gottheil, Richard J. H. (1934): Fragments from the Arabic Common-Place Book. BIFAO 34, 103-128

Grabner-Haider, Anton & Helma Marx (2005): Das Buch der Mythen aller Zeiten und aller Völker. Neuausgabe., Wiesbaden: Marix

Graetz, Heinrich (2004): Geschichte der Juden. Von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart. Digitale Bibliothek Bd. 44, Berlin: directmedia

Gregor von Nazianz (1996): Orationes theologicae. Freiburg/Br: Herder

Gressmann, Hugo & Klostermann, Erich (1907): Markus. Handbuch zum Neuen Testament, Bd. II. Die Evangelien. Tübingen: J. C. B. Mohr

Grimshaw, Michael (2002): Preacher, or the Death of God in Pictures. JCRT 3, http://www.jcrt.org/archives/03.2/grimshaw.shtml

Hark, Helmut (1993): Mit den Engeln gehen. Die Botschaft unserer spirituellen Begleiter. München: Kösel

Herbst, Angelika (2000): Kunst-Flügel. Das Bild der Engel von der Konstantinschen Wende bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. S. 213-232 in: s. Kochanek

Herder, Johann Gottfried (1971): Briefe zur Beförderung der Humanität. 2 Bde. Hg. Stolpe, Kruse, Simon. Berlin/Weimar: Aufbau Verlag

Hobson, A. (2007): New Angeology: Mapping the Angel through Twentieth-Century Literature. Literature Compass 4, 494-507

Hulke, Waltraud-Maria (1997): Erzengel, lichtvolle Helfer: Eine Einweihung in die Liebe und das Licht der Erzengel. Oberstdorf: Windperd

Keil, C. F. (1856): Der Fall der Engel: eine exegetische Untersuchung über Jud. V. 6 und 2 Petr 2,4. Zeitschrift für die gesamte lutherische Theologie und Kirche 28, 21-36

Khoury, A. Th. (1991): Engel.203-209. In: A. Th. Khoury, L. Hagemann, P. Heine: Lexikon des Islam. Geschichte – Ideen - Gestalten, Freiburg/Br.: Herder

Kirejewskij, Iwan (1956 Orig. 1911): Über die Notwendigkeit und Möglichkeit einer neuen Grundlegung der Philosophie. 23-74 in: von Bubnoff, Nicolai (Hg.): Russische Religionsphilosophen. Dokumente. Heidelberg: Verlag Lambert Schneider

Klostermann, Erich (1971): Das Markusevangelium. 5. A. Tübingen: J. C. B. Mohr

Klostermann, Erich (1971): Das Matthäusevangelium. 4. A. Tübingen: J. C. B. Mohr

Kochanek, Hermann (Hg.) (2000): Engel im Aufwind. Gottes Boten auf der Spur. Wien: Verlag St. Gabriel / Steyler Verlag

Leontjew, Konstantin (1956 Orig. 1912): Unsere neuen Christen. 77-110 in. s. Kirejewskij

Lilla, Salvatore (1990): Die Lehre von den Ideen als Gedanken Gottes im griechischen patristischen Denken. 27-50. In: Eisenberger, H. (Hg.): ΕΡΜΗΝΕΥΜΑΤΑ. Heidelberg: Carl Winter Universitätsverlag

Link, Luther (1997): Der Teufel. Eine Maske ohne Gesicht. Zürich: Verlag Neue Zürcher Zeitung

Lohmeyer, Ernst (1953): Die Briefe an die Kolosser und an Philemon. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht

López, José Luis Cardero (2005): Dialéctica del Mal. (¿De qué se ríe el Diablo ?). A Parte Rei 42, 1-6

Loskant, Natara Jörg (2001): Das Handbuch zu den Kamasha-Essenzen. Seeon: Falk

Luk, Ed (2003): On Part 2 „Of Miracles“. Aporia 13, 68-89

McCurry, Jeffrey (2006): Why the Devil Fell: A Lesson in Spiritual Theology From Aquinas´s Summa Theologiae. New Blackfriars 87, 380-395

Münsterberg, Hugo (o.J., ca. 2004): Der Ferne Osten. München: Naturalis

Nayar, Pramod K. (2006): Book Profile: Transmitting Culture. JCRT 8, 165-167

Nesmelow, Viktor (1956 Orig. 1905/06): Die Wissenschaft vom Menschen. 186-245 in: s.Kirejewskij

Nettesheim, Agrippa von (1913): Die Eitelkeit und Unsicherheit der Wissenschaften und die Verteidigungsschrift. Hg. Mauthner, Bd. 1, 2. München: Georg Müller

Noth, Martin (1959): Das zweite Buch Mose. Exodus. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht.

O´Flaherty, Wendy Doniger (1985): Der wissenschaftliche Beweis mythischer Erfahrung. 153-179 In: Duerr, H. P.: Der Wissenschaftler und das Irrationale. 2. Bd. Frankfurt/M: Syndikat/EVA

Ombres, Robert (2005): God, Angels and Us. New Blackfriars 86, 48-61

Pereira, José (2000): Categories of Muslim Mystical Theology. AnIsl 34, 359-373

Piepke, Joachim G. (2000): Die Engel – Gottes traditionelle Boten. Zur christlichen Engellehre in Tradition und Gegenwart.. S. 47- 70 in: s. Kochanek

Platon (1940): Sämtliche Werke. Berlin: Lambert Schneider

Polizzi, Gaspare & Trina Marmarelli (2000): Hermetism, Messages, and Angels. Configurations 8, 245-270

Porsch, Felix (2000): Wie treten „Engel“ in der Bibel auf? 17-46 in: Kochanek

Rad, Gerhard von (1965): Zelt und Lade. 109-129 in: ders: Gesammelte Studien zum alten Testament. München: Chr. Kaiser

Rosanow, Wassilij (1956 Orig. 1911): Das dunkle Antlitz. Metaphysik des Christentums. 113-182 in: s. Kirejewskij

Rossiter, Evelyn (1984): Die ägyptischen Totenbücher. Fribourg/Genève: Productions Liber

Rouët de Journel, M. J. (1965) : Enchiridion Patristicum. Barcelona: Herder

Rubenstein, Mary-Jane (2008): Of Ghosts and Angels: Derrida, Kushner, and the Impossibility of Forgiveness. JCRT 9, 79-95

Rupp, Susanne (2001): “From Grace to Glory”. Heidelberg: Universitätsverlag C. Winter.

Salmen, Josef (2000): Wer nach den Engeln fragt, sucht auch den Menschen. Philosophisches zur Engellehre. 137-155. in: s. Kochanek

Savran, George W. (2003): Theophany as Type Scene. Prooftexts 23, 119-149

Schäfer, Joachim (2005): Ökumenisches Heiligenlexikon. Schaefer@heiligenlexikon.de

Schelling, F. W. J. (Hg. Ehrhardt) (1992): Urfassung der Philosophie der Offenbarung. Hamburg: Felix Meiner

Schlier, Heinrich (1958): Mächte und Gewalten im Neuen Testament. Freiburg/Br.: Herder

Schwarzenau, Paul (2000): Die Bedeutung des Engels in der Esoterik. Eine religiöse Darstellung. 157-170. In: Kochanek

Serres, Michel (1995): Die Legende der Engel. Frankfurt /M & Leipzig: Insel

Snell, Joé (1994): Heilengel- Erlebnisse einer Krankenschwester. 90-93. In: Bukowski

Spinoza, Baruch (1870): Theologisch-politische Abhandlung. Hg. Kirchmann. Berlin: Heimann

Stanford, Peter (2000): Der Teufel. Eine Biographie. Frankfurt/M & Leipzig: Insel

Stierlin, Henri (1997): Maya. Paläste und Pyramiden im Urwald. Köln: Taschen

Storr, D. Gottlob Christian (Hg. M. C. Chr. Flatt) ( 1803): Lehrbuch der christlichen Dogmatik. Stuttgart: J. B. Metzler

Strong, Donald E. (1967): Welt der Antike. Schätze der Weltkunst. Bertelsmann: Gütersloh

Süskind, M. (1834): Einige Bemerkungen über die Worte dia tas angelas 1 Cor. 11.10. Annalen der gesammten Theologie und christlichen Kirche 4.2, 161-170

Trubezkoj, Jewgenij (1956, Orig.1922): Der Sinn des Lebens. 249-364 in: s. Kirejewskij

Ureña, José Manuel Marin (2003): La figura del ángel en la generación del 27. Dissertation. Universität von Murcia, Spanien

Vodjani, Sina (2006): Zarathustra. London: Membran International

Vollmer, Wilhelm (2004): Wörterbuch der Mythologie. Digitale Bibliothek Bd. 17. Berlin: directmedia

Webster, Richard (2010): Die großen Erzengel – Michael. Vom Wirken der Erzengel im Himmel und auf Erden. O. O.: Aquamarin

Weidinger, Erich (1990): Die Apokryphen. Verborgene Bücher der Bibel. Augsburg: Pattloch Verlag

Wellhausen, J. (1963): Die kleinen Propheten. 4. A. Berlin: Walter de Gruyter

Wellhausen, J. (1985, Nachdr. v. 1884): Geschichte Israels und Juda´s im Umriss.1-102. In: ders: Abriss der Geschichte Israels und Judas. Lieder der Hudhailiten. Berlin: de Gruyter

White, Dominic (2005): Angels Just a Matter of Faith? New Blackfriars 86, 568-583

Wiesehöfer, Josef (2005): Das antike Persien. Düsseldorf: Albatros

Wikipedia (2011): Engel. http://de.wikipedia.org/wiki/Engel

Wikipedia (2011): Erzengel. http://de.wikipedia.org/wiki/Erzengel

Wolff, Uwe (Hg.) (1994): Das große Buch der Engel. Freiburg/B: Herder

Zabern, Philipp von (2003): Die Lebenden und die Seligen. Mainz: Verlag Philipp von Zabern

Zeilinger, Thomas (1999): Zwischen-Räume – Theologie der Mächte und Gewalten. Stuttgart: W. Kohlhammer

Zeller, Paul (1893): Biblisches Handwörterbuch, illustriert. 2. A., Calw & Stuttgart: Verlag der Vereinsbuchhandlung.

Ziegler, Christiane (Hg.) (2002): The Pharaohs. New York: Rizzoli

 

Über den Autor:

Der Autor studierte u. a. katholische und evangelische Theologie, was in einer Promotion bei Gollwitzer in ev. Theologie mündete. Er arbeitete über 35 Jahre als klinischer Psychologe/Psychotherapeut im Allgemeinkrankenhaus in Berlin. Andere Tätigkeiten und Studienabschlüsse führten zu einer Grenzgängerei zwischen verschiedenen Fachgebieten. Über 120 wissenschaftliche Artikel.